Mit beiden Händen voller Einkaufstüten schob ich die Haustür auf. Wie immer war ich in
Eile. An diesem Tag noch mehr, weil ich ein fürstliches Abendessen zu unserem ersten
Hochzeitstag bereiten wollte. Ein riesiger Rosenstrauß begrüßte mich in der Diele. Sehr
gespannt war ich nicht, als ich das Kärtchen aus dem Umschlag zog, dafür aber riesig erfreut.
Es war die Einladung meines Mannes zum Abendessen in einer Nobelherberge.
Gegen zehn saßen wir an unserem versteckten Zweiertisch und flirteten nach dem zweiten
oder dritten Glas Champagner heftig miteinander. Irgendwann sagte Michael: “Weiß du noch,
wie du am Morgen nach unserer Hochzeitsnacht gejubelt hattest: Ich kann dir gar nicht sagen,
wie glücklich ich bin.”
“Das stimmte ja auch”, beharrte ich. “Meine Gefühle haben mich in dieser Nacht im wahrsten
Sinnen des Wortes davongetragen. Wie oft habe ich mich während der süßen Stunden bis zum
Morgen beglückwünscht, mich bis zur Hochzeitsnacht aufgespart zu haben.”
Ich horchte auf, als Michael zu bedenken gab: “Ja, es war mir schwer gefallen. Mir fällt aber
auch heute noch schwer, dass ich mit dir so wenig über Sex reden kann. Immer würgst du das
Thema ab, wenn ich wissen will, was dir gefällt, was du dir wünschst. Wenn ich mir mal
einen Sexfilm im Fernsehen anschaue, spüre ich an deinen Gebärden, dass es dich überhaupt
nicht interessiert, dass es dir vielleicht sogar peinlich ist. Wir gehen so offen miteinander um.
Nur beim Sex hast du noch immer eine Hemmschwelle.”
Ich gab ihm in Gedanken ja Recht. Es kam nun mal schon von der Erziehung her, dass ich
mich nicht mal wagte, im Gespräch mit meinem Mann seinen Schwanz, meine Muschi und
das Vögeln beim Namen zu nennen. Selbst liebevolle Umschreibungen fielen mir schwer. Am
liebsten redete ich überhaupt nicht über Sex. Laut sagte ich: “Wozu muss man viel reden,
wenn man sich von Herzen liebt. Spürst du nicht, wenn du ganz eng bei mir bist, wie gut es
mir geht? Ich jedenfalls merke auch ohne ein Wort, wenn du dich in deiner Erregung immer
mehr steigerst und du dann befriedigt bist.”
Zu Hause kam es mir bald vor, als würde sich unsere Hochzeitsnacht wiederholen. Liebevoll
streichelte mir Michael die Sachen vom Leib und breitete mich auf dem Bett wie eine
wertvolle Statue aus. Ich griff nach oben zum Lichtschalter, wie ich es immer tat, wenn ich
ganz nackt vor ihm lag. Michael protestierte: “Heute wird das Licht nicht ausgemacht. Heute
ist die Stunde der Wahrheit.”
Er musste sich auf den Abend vorbereitet haben. Aus dem Nachtschrank holte er ein
schwarzes Tuch und verband mir die Augen. Er erklärte: “Das soll dir helfen, wenn es dir
schon unangenehm ist, mir beim Thema Sex in die Augen zu sehen.”
Das Tuch machte mich verdammt unsicher. Ich fühlte mich irgendwie ausgeliefert. Fast
körperlich spürte ich seine Blicke über meinen nackten Körper huschen. Noch schlimmer
wurde es, weil er meine Beine weit auseinander nahm und ich ahnte, wie obszön ich ihm alles
zwischen den Beinen zeigte. Gerade das schien ihm aber besonders zu gefallen. Ich merkte,
wie er die Schamlippen spreizte und am Sitz des Kitzlers fummelte. Ich war mir klar, dass er
das kleine Köpfchen aus seiner Falte heraushob. Da nahm ich auch schon seine feuchte
Zungenspitze wahr, die durch den wahnsinnig kitzligen Schlitz bis zur Klitoris streichelte.
Weil er gleich von mir abließ, linste ich neugierig unter der Binde hervor. Ich dachte es mir.
Rasch zog er sich aus. Verlockend funkelte mich für einen Moment die schmucke Eichel an.
Oh ja, ich kannte all die Worte, aber ich wagte es nie, sie auszusprechen.
Michael küsste mich und ich merkte, dass sein Körper vollständig nackt an meiner Seite lag.
“Sag mir, was du dir jetzt am meisten wünschst”, wisperte er an meinem Ohr, “und sag mir,
ob du mit allem zufrieden bist, wenn wir miteinander schlafen.”
Ich wunderte mich selbst, wie schnell ich ihm sagte, wie sehr ich mich nach seinen Lippen an
den Brustwarzen sehnte. Es sollte ja der Tag der Wahrheit sein. Deshalb beantwortete ich
seine zweite Frage so: “Es ist alles schön, was wir miteinander tun, aber ich würde mir
wünschen, du hättest mehr Geduld, wenn du mich da unten küsst oder wenn ich deinen
Schwanz in den Mund nehme.” Von Wort zu Wort war meine Stimme immer zitteriger
geworden. Es fiel mir trotz Augenbinde verdammt schwer, das alles auszusprechen.
Zur Belohnung nahm sich Michael sehr viel Zeit, meine Brüste liebevoll durchzukneten und
mit seinem Mund an den Brustwarzen ein Trommelfeuer von Reizen in meinen Bauch zu
schicken. Bald musste eine Hand an den Brüsten genügen. Die andere machte mich zwischen
den Beinen ganz nass. Ich erkannte plötzlich, wie widersprechend es war, was ich ihm gesagt
hatte. Er sollte sich mehr Zeit für das Vorspiel nehmen. Nun hätte ich bald darum gefleht,
dass er mich sofort richtig durchstoßen sollte. Herrlich streichelte er mit der Zungenspitze
über die Innenseiten der Schenkel, stoppte aber immer wieder kurz vor dem Punkt meiner
inbrünstiger Sehnsucht. Ich hörte ihn lispeln: “Wie magst du es hier am liebsten?” Selbst
konnte ich gar nicht glauben, was ich das herausschrie: “Fick mich richtig mit der steifen
Zunge und saug den Kitzler auf, wie du mit meiner Zunge beim Küssen machst.”
Es war noch nicht richtig heraus, da legte er auch schon los. So hatte er es mir während des
ganzen Jahres Ehe nicht gemacht. Ich lag nur einfach noch da und genoss, bis sich mein
ganzer Körper spannte und ich zum ersten Mal von seinem fleißigen Mund einen Orgasmus
bekam. Gleich war mir, als kam noch einer hinterher. Wieder fragte Michael nach, ob es mir
so recht war. Mir ging es so, wie schon manchmal zuvor. Wenn ich in höchster Erregung
gewesen war, schossen mir viele Dinge durch den Kopf, wie ich meine Lust noch steigern
konnte. Jetzt war es auch so. Ich keuchte vor Wonnen und schrie: “Ich hab da noch so eine
kitzlige Leibesöffnung, an der du dich noch nie erprobt hast.”
Gut, dass ich ihm dabei nicht in die Augen sehen musste. Aber in mir jubelte es. Michael
erfüllte mir sofort meinen Wunsch. Reichlich genug war meine Lust im Fluss. Er badete
seinen Finger darin. Ich fürchtete, die Besinnung zu verlieren, als er den in meinen Po drängte
und behutsam zu stoßen begann.
Noch einmal fuhr ich heftig ab. Dann riss ich mir die Augenbinde ab und holte meinen Mann
umständlich über meine Brust. Lange streichelte ich mit den Fingerspitzen über die prall
gefüllten Adern seines Schmucken. Ganz dicht stand er mir vor den Augen, bis ich meinen
Mund aufriss und soviel von ihm verschlang, wie ich fassen konnte. “Und jetzt fick meinen
Mund”, ermunterte ich ihn. Das ging auch zum ersten Mal über meine Lippen, aber es war
mir schon lange ein unausgesprochenes Bedürfnis gewesen. Es war natürlich nicht das erste
Mal, dass ich ihn wie einen Lolly leckte. Diesmal allerdings erregte ich mich fürchterlich
daran, wie er in meinen Mund hineinstieß. Ich weiß nicht, ob er mitbekam, wie ich mit vollem
Mund brummelte: “Heute will ich alles.”
Von diesem Tag an wurde in unserem Schlafzimmer nur noch das Licht gelöscht, wenn wir
wirklich schlafen wollten. Ich lernte sehr rasch und gern, wie ich auch mit den Augen
genießen konnte. Heute begreife ich gar nicht mehr, wie ich so prüde sein konnte und er es ein
Jahr hingenommen hatte.
